Programm
Der Kongress FocusCP rehaKIND brachte in der Messe Dortmund bereits zum dritten Mal alle Akteurinnen und Akteure zusammen, die an der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen beteiligt sind – und vor allem jene, um die es geht: die Familien selbst.ttwoch 12:00-18:30 Uhr / Donnerstag 8:00-18:30 Uhr / Freitag 7:00-16:00 Uhr
Mit einer gemeinschaftlichen Kongresspräsidentschaft von rehaKIND und den drei medizinischen Fachgesellschaften gelang die Verknüpfung unterschiedlicher Perspektiven: Für rehaKIND brachte Dr. Carmen Lechleuthner als Ärztin und Mutter eines schwerstmehrfach behinderten Sohnes die Familienperspektive ein, während Prof. Dr. Volker Mall von der Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin stellvertretend für FocusCP die Verknüpfung von wissenschaftlicher und medizinischer Expertise übernahm.
Drei Tage lang wurde diskutiert, gelernt, ausprobiert, zugehört und gemeinsam weitergedacht. Mit 210 Referierenden, 88 Sessions und 81 Ausstellenden setzte der Kongress neue Maßstäbe – nicht nur quantitativ, sondern vor allem inhaltlich und kulturell. Eine kostenfreie Fachausstellung ergänzte das Angebot und zog neben Fachpublikum viele Familien und zahlreichen Tagesbesuchern an.
Kindermedizin, Therapie, Hilfsmittelversorgung und Teilhabe lassen sich nicht getrennt denken. Sie gelingen nur interprofessionell, evidenzbasiert und gemeinsam mit Familien. Dies ist ein zentrales Merkmal des Kongresses: Alle Beteiligten begegneten sich als gleichberechtigte Akteure. Eltern, Jugendliche, Wissenschaftlerinnen, Ärzte, Therapeutinnen, Techniker, Pädagoginnen, Pflegende und Kostenträger arbeiteten gemeinsam an Lösungen – nicht nebeneinander, nicht hierarchisch, sondern partnerschaftlich.
über 200 Referent:innen trugen die Evidenz zur Behandlung von Kindern mit Zerebralparese und angrenzenden Erkrankungen zusammen:
- „Shared Decision Making“ als wirksames Instrument für bessere Outcomes und geringere Kosten
- „Whole Task Approach“ in der Physiotherapie (Prof. Roslyn Boyd, Australien) als ganzheitlicher, kindgerechter und evidenzbasierter Ansatz
- Interdisziplinäre Frühintervention und gemeinsame Sprechstunden ermöglichen patientenorientiertes und langfristiges Handeln
- Evidenzbasierte Leitlinien schaffen sichere Handlungsstrukturen, u. a. erstmals zur Versorgung von Schlaganfällen im Säuglingsalter
- Kommunikation als Grundrecht annehmen – insbesondere mit Eltern und Familien
- Fokus auf Aktivität und Partizipation legen statt auf rein funktionelle Therapieziele
- Künstliche Intelligenz, 3D-Druck und innovative Technologien in Medizin und Rehatechnik schaffen neue Versorgungs- und mehr Teilhabemöglichkeiten
- Transition, Inklusion und Übergänge in Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt verbindlich mitdenken
Immer wieder wurde deutlich: Gespräche mit Eltern und Familien erhöhen nachweislich die Qualität der Versorgung. Therapeut:innen sind nicht nur Behandelnde, sondern Coaches im gesamten Versorgungsprozess.
Programm 05.02.2026
Programm 06.02.2026